„NBA Europe“: Kommt die Mega-Liga jetzt nach Europa?

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Basketball-Revolution: Die NBA plant einen gewaltigen Schritt über den Atlantik

Die Gerüchte gibt es schon lange – jetzt verdichten sich die Hinweise auf ein Projekt, das den europäischen Basketball komplett verändern könnte: Die NBA plant eine eigene Liga in Europa. Laut bestätigten Informationen arbeitet die nordamerikanische Top-Liga an einer Art „NBA Europe“, die mit Franchises in den größten Metropolen des Kontinents und den besten Clubs der EuroLeague besetzt werden soll.

Was steckt hinter diesem potenziellen Gamechanger? Und welche Folgen hätte eine solche Liga für Vereine wie Bayern München, Alba Berlin oder Real Madrid? Wir werfen einen genaueren Blick auf die Pläne – und ihre Tragweite für den europäischen Basketball.


Die Fakten: Das plant die NBA in Europa

Ein Sprecher der NBA hat gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass man konkrete Möglichkeiten prüfe, eine europäische Basketball-Liga nach dem Vorbild der NBA zu gründen. Laut einem Bericht der Plattform Sportico sollen bis zu zehn Teams an dieser neuen Liga teilnehmen – darunter vier Clubs aus der aktuellen EuroLeague, ergänzt durch neu zu gründende Franchises in Städten wie London oder Paris.

Die NBA will dafür offenbar ein Franchise-Modell etablieren, wie man es aus den USA kennt: Investoren könnten Lizenzen für neue Teams erwerben, ähnlich wie bei Expansionsfranchises in der NHL oder MLS.

Eine Entscheidung soll schon bald fallen – möglicherweise noch diese Woche bei einem Liga-Meeting in New York. Laut Sportico könne ein Votum „jederzeit“ erfolgen.


Warum Europa? Das sagt die NBA

Mark Tatum, stellvertretender Geschäftsführer der NBA, sprach zuletzt offen über die Gründe: „Basketball hat in Europa riesiges, ungenutztes Potenzial.“ Trotz wachsender Fanbasis und hoher TV-Reichweiten liegt der Marktanteil in Europa laut Tatum bei nur etwa einem Prozent – im Vergleich zu Fußball ein verschwindend kleiner Wert.

Die NBA sieht darin eine Wachstumschance: Europa ist sportverrückt, wirtschaftlich stark und basketball-affin. Länder wie Spanien, Frankreich, Litauen, Griechenland oder Deutschland haben bereits eine etablierte Basketball-Kultur.

Ein Sprung über den Atlantik ist also mehr als nur ein PR-Stunt – es wäre ein strategischer Schritt zur Globalisierung der Marke NBA.


Was bedeutet das für die EuroLeague und den FIBA-Kalender?

Eine große Frage bleibt: Wie passt die neue Liga in den bestehenden europäischen Wettbewerb? Die EuroLeague ist aktuell der prestigeträchtigste Klubwettbewerb Europas – doch eine NBA Europe könnte sie in ihrer jetzigen Form massiv unter Druck setzen.

Die NBA betont zwar, dass ein neues Format „in Partnerschaft mit dem Weltverband FIBA“ entstehen soll. Doch was heißt das konkret? Werden die besten Teams aus der EuroLeague in die neue Liga abwandern? Oder wird die NBA Europe eine Art „Champions League 2.0“ mit exklusivem Zugang und höheren Budgets?

Klar ist: Es geht nicht nur um Sport, sondern um Milliarden. Die NBA bringt enormes Know-how in Sachen Vermarktung, Broadcasting und Entertainment mit – und könnte so neue Standards im europäischen Basketball setzen.


Deutsche Teams: Was bedeutet das für Bayern und Alba?

Besonders spannend ist die Frage, welche deutschen Clubs dabei wären. Die EuroLeague-Vertreter Bayern München und Alba Berlin gelten als heiße Kandidaten für eine Einladung in die neue Liga. Beide verfügen über moderne Arenen, starke Organisationen und wachsende Fanbases – perfekte Voraussetzungen also für ein Franchise im NBA-Stil.

Sollten sie tatsächlich Teil der NBA Europe werden, würde das auch die Basketball-Bundesliga (BBL) vor Herausforderungen stellen: Ein Wegbrechen der Topclubs könnte den nationalen Wettbewerb schwächen – oder aber die Liga zu Reformen zwingen, um attraktiver zu bleiben.


Mögliche Städte & Franchises: Wer könnte dabei sein?

Laut den Gerüchten könnten folgende Städte und Vereine Teil der neuen Liga sein:

  • London – Basketball-Hotspot im Aufbau, riesiger Markt
  • Paris – Heim des erfolgreichen Clubs Paris Basketball
  • Berlin & München – Top-Adressen im deutschen Basketball
  • Madrid & Barcelona – sportlich und wirtschaftlich stark
  • Mailand – Historischer Basketballstandort
  • Istanbul & Belgrad – Basketball-verrückte Fanbases

Hinzu kommen potenzielle Investorenstädte wie Amsterdam, Zürich oder Dubai, die für eine globale Expansion von Interesse sein könnten.


Fazit: Aufbruch oder Bedrohung?

Die Idee einer NBA Europe ist spektakulär – und sie ist realistisch wie nie zuvor. Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden, könnte es den europäischen Basketball auf ein neues Niveau heben – sportlich, wirtschaftlich und medial.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob bestehende Strukturen wie die EuroLeague oder nationale Ligen mit diesem Tempo mithalten können. Eins ist klar: Der europäische Basketball steht vor einem historischen Umbruch.


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